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  • Daniela Scheller

Wie mache ich Meditation zu meiner Gewohnheit? (Teil 2)



Tipps, um Deine Meditationspraxis lebendig zu halten


In der buddhistischen Tradition ist die Vorbereitung auf die Meditation genauso wichtig wie die Meditation selbst. Das Ergebnis unserer Praxis hängt direkt mit unserer Vorbereitung zusammen. Schnell mal eben die Meditation in den Alltag einzuschieben hat sicherlich seinen Nutzen, aber die Qualität einer wohlüberlegten und vorbereiteten Praxis ist eine ganz andere. Wie bereits im ersten Teil dieses Blogartikels erwähnt, gehört das Erinnern an unsere Motivation dazu, warum wir täglich unser Meditationskissen aufsuchen.


In diesem Artikel erfährst du zwei weitere evidenzbasierte Methoden, um deine Meditationspraxis lebendig zu halten und eine regelmäßige Routine aufzubauen.


Evidenzbasierte Tipps, um deine Meditationspraxis beizubehalten


3. Reflektiere über die wissenschaftlich belegten Vorteile der Meditation


Es gibt zahlreiche wissenschaftlich belegte Vorteile der Meditation. Es macht Sinn, sich diese Vorteile regelmässig in Erinnerung zu rufen. Warum? Wenn wir glauben, dass ein Verhalten uns guttut, sind wir eher bereit, es auszuführen. Studien zeigen, dass Meditation positive Emotionen steigern, Angst reduzieren, das Wohlbefinden verbessern und sogar Kopfschmerzen vorbeugen kann. Diese Vorteile können sich auch auf unsere zwischenmenschlichen Beziehungen und Gemeinschaften ausdehnen, indem sie uns verzeihender und mitfühlender gegenüber anderen machen.


Meditation und Achtsamkeitspraxis nutzt also nicht nur uns selbst, sondern auch der Welt um uns herum, indem sie sie zu einem besseren und freundlicheren Ort für alle macht.


4. Das Nähren positiver Gefühle


Eine aktuelle Studie legt nahe, dass Menschen, die im Alltag häufiger positive Gefühle erleben, eher mit der Meditation beginnen und diese beibehalten. Eine andere Studie zeigte auf, dass neue Meditierende, die während ihrer ersten Meditationen positive Gefühle entwickelten, eher dabei blieben.


Daher ist es sinnvoll, vor, während und nach deiner Meditation positive Gefühle und Sinnhaftigkeit bewusst zu kultivieren und diese achtsam wahrzunehmen, wenn sie auftreten.


Eine Möglichkeit, positive Gefühle in dein Leben einzubauen, ist, bewusst wahrzunehmen, was dich nährt und was du als angenehm empfindest. Plane diese angenehmen Aktivitäten bewusst in deinen Tag ein und nimm die positiven Gefühle dabei wahr.


Probiere auch aus, täglich eine kleine Genusspraxis oder eine Dankbarkeitspraxis in dein Leben einzubauen, um deine Tendenz zu positiven Gefühlen zu stärken.


Sei geduldig mit dir selbst: Die Bedeutung von Selbstmitgefühl in der Meditation


Wichtig ist, dass du nachsichtig mit dir selbst bist, wenn du es mal nicht schaffst, dich täglich auf dein Meditationskissen zu setzen oder deine Praxis daraus besteht, während der ganzen Meditationszeit über ein Problem nachzudenken.


Selbstkritik nach einem vermeintlichen Fehlverhalten untergräbt tatsächlich deine Fähigkeit zur Veränderung. Stattdessen wertschätze die Zeit, die du deiner Praxis gewidmet hast, und dein Bestreben, dein eigenes und das Wohlbefinden anderer durch Meditation zu steigern. Jedes noch so kurze Sitzen und der Versuch, bewusst deine Aufmerksamkeit auf ein positives oder neutrales Objekt zu richten, schult deine Achtsamkeit und hilft dir, eine Gewohnheit aufzubauen. Klopf dir also auf die Schulter, statt dich für Ablenkungen niederzumachen.


Wenn du bemerkst, dass du dazu neigst, dich selbst zu verurteilen, können regelmäßige Selbstmitgefühlsübungen und Liebende-Güte-Meditationen sehr hilfreich sein. Und erinnere dich daran: Egal wie abgelenkt du während deiner Meditation warst, jeder Moment bietet dir eine großartige Gelegenheit, von Neuem zu beginnen.

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